Montag, 12. August 2013

Thomas, mein kleiner Freund


Als wir in der ersten Woche mit Clemens ins Spital gingen, war Xray (Röntgen und Ultraschall) auf dem Doktorplan. Nach mehreren Erwachsenen mit Krebs kam ein kleiner Junge mit total aufgeblähtem Körper und vor allem einem ziemlich geschwollenen Gesicht. Er hatte Aids und Tuberkulose (welche zum aufgeblähten und mit Wasser eingelagerten Körper führte). Dieser kleine Junge und sein Bruder, der ihn geduldig begleitete, taten mir extrem leid. Ich bin dann sofort nach Hause gesprungen und habe einen Ball für den Bruder und ein Plüschesel für den kleinen Jungen geholt. Beide hatten riesige Freude, auch wenn der Kleine ziemliche Mühe hatte, sein aufgeblähtes Gesicht zum Lächeln zu bringen.
Er wurde dann im Spital untergebracht und so besuchen wir ihn praktisch täglich. Ich habe ihm in der Zwischenzeit auch schon viele neue Kleider und Malsachen vorbeigebracht. Er sieht nun viel besser aus und die Wassereinlagerungen gehen langsam zurück. Doch auch seine Lebenschancen sind eher gering. Daran möchte ich aber nicht denken, für mich sieht er mittlerweile viel gesünder aus.
Gestern hat er gelernt, meinen Namen zu sagen und nun sagt er ihn ständig vor sich hin. Ich werde ihn ziemlich vermissen und hoffe so sehr, dass er wieder gesund wird und schon bald wieder draussen mit den anderen Kindern spielen kann.



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