Auch im Silveira Mission Hospital gibt es eine Frühgeburtenabteilung. Nur sieht diese hier wohl etwas anders aus als bei uns.
Auf der Maternity (Geburtenabteilung) gibt es zwei separate
Zimmer, die für Mütter mit Frühgeburten bestimmt sind. Diese sind vom normalen
Ward, welcher wie alle andern Wards auch einfach ein grosser Raum ist,
abgetrennt, damit man sie heizen kann. Der Grund dafür ist, dass keine
Brutkasten vorhanden sind und so anders für die nötige Wärme gesorgt werden
muss. Oftmals sind die kleinen Babies auch in 10 verschiedene, plüschige Decken
eingewickelt, inklusive Kopf. Neu wird den Müttern aber auch beigebracht, sich
das Kind auf Bauch/Brust zu legen, um so die Mutterwärme zu übertragen. Doch
die Frauen tun dies noch nicht sehr oft, weil das hier einfach nicht so
verankert ist wie bei uns. Auch bei der Geburt wird das Baby von der Hebamme
sofort weggetragen und eingekleidet, oftmals wird der Mutter nicht einmal das
Geschlecht gezeigt.
Viele der Frühgeburten sind nur knapp ein Kilogramm schwer
und winzig klein. Trotzdem haben sie, auch ohne Brutkasten und spezielle
Betreuung, etwa die gleich grosse Überlebenschance wie in der Schweiz oder
sonst irgendwo auf der Welt. Clemens sagte mir schon letztes Jahr, dass wenn
nicht andere Faktoren wie zum Beispiel HIV mitspielen, ein Kind es entweder
schafft oder nicht, unabhängig von Land und ärztlichen Möglichkeiten.
So befinden sich immer ein paar Mütter mit ihren
Frühgeburten in einem der zwei Zimmer und bleiben dort bis zu einigen Monaten,
bis sie endlich mit ihrem kleinen Kind nach Hause können.
| Eine Mutter mit ihrem Kind auf ihrem Bauch |
| 1.1 Kilogramm schwer |
| 1.2 Kilogramm schwer |
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