Wie letztes Jahr machten wir uns auch dieses Jahr auf die
Reise in den Süden zur Farm von Theresa. Nach mehreren Stunden Fahrt ( ich bin
übrigens auch gefahren ;-) ) und ca. 500 Höhenmetern kamen wir am Nachmittag
auf der riesigen Farm an. Natürlich wurden wir sofort von Zulu und Lala (den
beiden riesigen Wachhunden) begrüsst. Ich war ziemlich froh, dass Zulu nun
nicht mehr so sehr pubertierte und ich nicht ständig Angst haben musste, am
Ende mit einer Hand weniger nach Hause zu reisen.
Schon nach einem kleinen Begrüssungsdrink war es Zeit, die
Elefanten zu suchen und mit ihnen zu ihrem Schlafplatz zu laufen. Auch von den
Elefanten wurden wir stürmisch begrüsst, was im ersten Moment doch noch beängstigender
war als Zulu. Doch Theresa und ihre Elefantenwächter haben die Tiere gut
erzogen und so wurde glücklicherweise niemand vor Freude zerquetscht. ;-)
Während wir zurück zum Schlafplatz der Elefanten liefen, die
Elefanten haben uns natürlich gleich selber den Weg gezeigt, hat uns Theresa
viel über ihre vier grossen Damen und ihre Arbeit mit ihnen erzählt. Es war
erneut sehr spannend, Neues über diese gigantischen Dickhäuter zu erfahren und
Theresas Leidenschaft zu sehen.
Beim Schlafplatz angekommen werden die Tiere gefüttert. Dazu
wird jeder Elefant an seinen Platz geführt und dort mit einer Kette festgekettet.
Dies aus zwei Gründen: Einerseits, dass sie beim Füttern nicht den andern das
Futter wegfressen, sondern wirklich nur die ihnen zugesprochene Portion.
Andrerseits der Wilderer wegen, da sie ohne Kette das Gelände verlassen könnten
und durch ihre an Menschen gewöhnte Haltung ein leichtes Ziel abgäben.
Die Elefanten verschlingen Unmengen an Nahrung. Am Morgen
werden sie vorwiegend mit Citrusfrüchten gefüttert, mit welchen auch trainiert
wird. Tagsüber werden sie immer wieder in andere Gehege, welche grosse Felder
umzäunen, geführt, wo sie reichlich Nahrung finden. Und am Abend gibt es ein
Mehrgang-Menü mit Heu, Papaya-Baumstämmen, Maisstengeln, Zuckerrohr, Citrusfrüchten,
…
Die Elefantendamen von Theresa sind sehr zahm und so kann
man sie ohne Probleme streicheln oder füttern. Sie sind aber auch sehr
neugierig und so muss man aufpassen, dass man nicht überrannt wird, da sie ihre
eigene Kraft noch nicht im Griff haben. Schliesslich darf man nicht vergessen,
dass alle 4 noch Teenager sind.
Theresa und ihr Mann Gary haben als weisse Farmer ziemliche
Probleme mit den Einheimischen, vor allem aber mit der Regierung und
Parteimitgliedern. So kommt es immer wieder, dass man versucht, sie dazu zu
bringen, ihre Farm zu verlassen. Landbesetzungen sind da noch die harmlose
Variante. Weil die Leute wissen, dass Theresa Tiere über alles liebt, wurden
auch schon auf ihren Feldern Giraffen erhängt, mit dem einzigen Grund, Theresa
loszuwerden. Theresa lässt sich davon jedoch nicht abschrecken, im Gegenteil.
Es ist für sie ein weiterer Beweis, dass sie ihre Tiere schützen muss. So
werden ihre 4 Elefanten rund um die Uhr betreut und weitere Aufseher sorgen
dafür, dass den wilden Tieren, die sich in ihrem Gebiet rumtreiben, nichts
passiert. Dies ist zwar nicht immer möglich, aber hat doch schon viele Leben
gerettet. Sie hat auch einen Plan B, falls man ihr doch eines Tages die Farm
endgültig wegnehmen würde. Sie will dann mit Hubschraubern und Lastwagen ihre
eigenen Tiere sowie die wilden Elefanten (etwa 40 in ihrem Gebiet) an einen
sicheren Platz bringen, den sie bereits gefunden hat. Dieses Unternehmen wäre
zwar ziemlich kostspielig und aufwendig, aber Theresa würde es für ihre Tiere
jederzeit tun.
Momentan besitzt Theresa auch ein Gennet, Genie genannt. Ein
Gennet ist eine Mischung aus Wildkatze und Marder und besitzt ein wunderschönes
Muster. Sie hat uns beim Abendessen unterhalten indem sie von Knie zu Knie
hüpfte und man nie genau wusste, wann sie wieder vorbeikommen würde. Wir
machten es dann zur Tischaufgabe, herauszufinden, wo sich Genie gerade
befindet. Allerdings haben wir Mädchen uns mit unserem Quietschen jedes Mal
aufs Neue verraten. ;-)
Am Morgen kam dann das grosse Highlight: Wir durften auf den
Elefanten reiten! Es war ein unglaubliches Erlebnis. Ohne Sattel und den Lärm
von Zoobesuchern sassen wir auf diesen riesigen Tieren und balancierten uns
durch die zimbabwische Steppe. Es ist einfach ein unbeschreibliches Gefühl,
diese Kraft und Ruhe unter dir zu spüren. Ich werde dieses Erlebnis nie mehr
vergessen!
Nach dem Reiten trainieren Theresa und ihre Angestellten die
Elefanten. Sie müssen sich dafür in einer Reihe aufstellen und dann
verschiedene Befehle üben. Als Belohnung bekommen sie jeweils eine Orange oder
Grapefruit. Es ist erstaunlich wie gut die Teenagerelefanten den Befehlen
folgen, viele Zirkustrainer wären ziemlich neidisch.
Auch dieses Mal war die Reise zu Theresa ein Erlebnis für
sich, welches wir nicht so schnell wieder vergessen werden.
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| Theresas Antilope |
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| Bibelis |
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| Cicca |
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| Gordischer Knoten à la Kimba |
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| Theresa mit Chitora |
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| Chinja und Chitora |
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| Mungwezi führt Kunststücke vor |
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| Gennet |
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| Mungwezi zeigt, was sie kann |
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| Training |
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| Theresas blinder Büffel |
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| Zulu |
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| Wunderschöner Sonnenuntergang auf Wasara (Theresas Hof) |